Neapels Untergrund - Italien

Neapel hat unter der Stadt genauso viel zu bieten wie über der Erde. Taucht man ein bisschen genauer ein, hat man fast das Gefühl, dass Neapel vollständig unterhöhlt ist.

Das eine sind die U-Bahnhöfe der Linie 1, auch bekannt als "Metro dell'Arte". Auch wenn ich nur 3 U-Bahnhöfe gesehen habe, lohnt sich das Aussteigen bei allen Stationen. Vor allen Dingen die Metrostation Toledo beeindruckt mit seinem fundamentalem Sternenhimmel.

Zum zweiten findet man unter Neapel eine Menge Bunker. Diese sind teilweise noch aus Napoleons-Zeiten, wurden aber auch während der Invasion im 2. Weltkrieg als Schutzräume genutzt. Historisch waren dies meist Schutztunnel, die Personen schnell, sicher und unauffällig von wichtigen Standorten weg oder hinbrachten. 

Ich habe hier nur die Galleria Borbonica besucht. Eine von zahlreichen Möglichkeiten in den Untergrund zu steigen. Der Bourbon-Tunnel entstand in seinen Anfängen bereits 1853 um den königlichen Palast mit der Piazza Vittoria zu verbinden. Dabei wurden mehrere unterirdische Höhlen die bereits seit dem 16. Jahrhundert existieren miteinander verbunden. Während des zweiten Weltkrieges bot der Tunnel bis zu 1000 Menschen Unterschlupf die ihre Häuser verloren hatten. Nach dem Krieg bis in die 1970er Jahre hinein, wurde das Tunnelsystem dann als Autofriedhof genutzt. Viele der alten Autowracks liegen auch heute noch da unten.


Galleria Borbonica


Metrostation Toledo

Metrostation Dante