One Day in Berlin

Ich war mal wieder für ein paar Tage bei meinen Eltern in Potsdam. Das Wetter ist für August eine Katastrophe. Kalt, regnerisch, trüb... Nix mit Baden gehen, in der Sonne brutzeln oder Boot fahren. Also musste ein Alternativprogramm her. Einen Tag hat es meine Mama und mich daher nach Berlin verschlagen. Zum einen wollten wir uns Schauplätze anschauen, die wir bereits kannten, die sich aber immer noch ständig verändern, wie beispielsweise den Potsdamer Platz. Zum anderen galt es auch neue Ecken zu entdecken. Anbei findet ihr eine kleine Fotoauswahl unseres Tagestrips nach Berlin.

Tempelhofes Feld. Ehemaliger Flughafen Tempelhof. Eine Ecke Berlins, die ich bis dahin noch gar nicht kannte.

Der Tempelhofes Flughafen wurde 1936 zu den Olympischen Spielen in Berlin eröffnet und galt lange als internationales Flugkreuz. Hier fand während der sowjetischen Blockade Berlins auch die berühmte Luftbrücke statt. Seit 2008 fliegen den Flughafen keine Maschinen mehr an. Zu klein, zu zentral. Dass Berlin aber noch keine richtige neue Lösung gefunden hat, ist bekannt. Der Flughafen Tegel ist als Hauptstadtflughafen ein Witz und der Neue wird und wird nicht fertig. Das Gelände ist heute eine reine Freizeitfläche, dass von Joggern, Fahrradfahren, Skatern und Spaziergängern genutzt wird.

Vom Tempelhofer Feld ging es mit der Bahn bis zur zentralen Friedrichsstrasse. Da haben wir die klassische Touriroute absolviert: Die Friedrichsstrasse am Lafayette entlang bis zur Kreuzung Unter den Linden. Dann nach links Richtung Brandenburger Tor. Die Bilder vom Brandenburger Tor erspare ich euch vorerst. Hier war es - wie immer - total überlaufen und daher aus meiner Sicht keine schönen Fotos möglich. Ich war aber zwei Tage später noch einmal abends vor Ort. Da waren die Gegebenheiten besser. Die Bilder folgen allerdings erst im nächsten Blog.

Links neben dem Brandenburger Tor steht das Holocaus Mahnmal. 2711 verschieden hohe rechteckige Betonpfeiler wurden hier in Reihen angeordnet. Durch den wellenförmigen Aufbau nimmt man das begehbare Mahnmal von jedem Standpunkt aus anders wahr.


Weiter ging es zum Potsdamer Platz. Das sind vom Brandenburger Tor keine 10 Minuten. Wenn man hier ein paar Jahre nicht gewesen ist, dann ist es erstaunlich was sich wieder alles getan hat. Es entstehen nach wie vor neue Gebäude, und es machen immer mehr Läden, Veranstaltungsstätten, Kinos etc. auf.


Eine dieser "Neuerungen" in der Nähe des Potsdamer Platzes ist die Mall of Berlin. Jetzt kann man natürlich denken: Nicht noch ein Shopping Center! Aber anschauen sollte man sie sich auf jeden Fall. Man muss ja nichts kaufen. Rund um die Leipziger Straße ist das größte Einkaufszentrum Berlins entstanden. Was das Bummeln durch die Mall so spannend macht, ist der Mix aus klassischen Einkaufszentrum und überdachten Arkaden. Dabei wurden Sichtachsen bewahrt wie beispielsweise auf das historische Gebäude des Bundesrates (siehe linkes Foto).


Zum Abschluss noch zwei Fotos aus der Kategorie: RANDOM ABER SEHENSWERT. Zum einem bin ich ein Puddle-Freund. Nein, ich meine nicht den Hund. Puddel ist das englische Wort für Pfütze. Nun seht ihr rechts nicht wirklich eine Pfütze sondern eher einen See. Der Effekt ist aber der Selbe: Spiegelungen! 

Und zum zweiten den berühmten Bierpinsel aus Steglitz. Hier lässt sich über Schönheit streiten, aber ein tolles Fotomotiv ist es allemal. Der Name Bierpinsel kommt von dem rasierpinselähnlichem Aussehen und der gastronomischen Verwendung des Gebäudes. Hättet ihr's gewusst?

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