Potsdam - on Foot

Neuer Tag, neues Glück: Diesmal habe ich Potsdam zu Fuß erkundet. Ich muss zugeben: als ich loslief gab es noch keinen konkreten Plan wo es überall hingehen sollte. Aber manchmal ist "sich treiben lassen" gar nicht so schlecht und man entdeckt mehr, als man denkt.

Ich bin wieder am Griebnitzsee gestartet und dann Richtung Babelsberger Park gelaufen (ganz unten habe ich euch - wie beim letzen Mal auch - die Strecke getrackt). Gleich zu Beginn im Babelsberger Park hat man noch einmal eine schöne Sicht auf die Glienicker Brücke. Dann ging es den Berg hoch zum Babelsberger Schloß. Dies befindet sich allerdings gerade in einer Restaurationsphase. Daher war es gar nicht so einfach hier ein paar "Fotowinkel" zu finden, die keine Gerüste zeigen. Aber zumindest bei ein paar Fotos ist mir dies gelungen :)

Streift man weiter durch den Babelsberger Park findet man an vielen Stellen alte Bauruinen, kleine Kirchen oder etwas bekannter: den Flatowturm. Dazu muss man allerdings den Weg am Wasser verlassen und sich ein bisschen oberhalb des Parkes aufhalten. Hat man sich aber einmal überwunden, dann findet man solche Schätze wie diese:

Ist der Babelsberger Park durchquert, geht es weiter entlang der Havel Richtung Potsdam Bahnhof. Die Strecke immer am Wasser wird immer urbaner, je näher man dem Zentrum kommt. Da finden sich Ruder- und Segelklubs auf der einen Seite, auf der anderen Seite thront das neue Hans-Otto-Theater.

Am Bahnhof angekommen hält man sich rechts und läuft so ins Zentrum von Potsdam. Dabei findet sich gleich zu Beginn das wieder aufgebaute Stadtschloss und der Landtag. Der Innenhof des Landtages ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Dahinter liegt der Alte Markt. Hier trohnt die Jahrhunderte alte Nikolaikirche direkt neben sozialistischen Bauten aus den 70iger Jahren. Schön ist definitiv etwas anderes. Allerdings macht dieser Kontrast auch wieder den Flair dieser Stadt aus.


Vom Alten Markt schlage ich mich ins Holländische Viertel durch. Ein kleines holländisches Idyll mit ca. 130 Backsteinhäusern mitten im Zentrum von Potsdam. Errichtet wurde das Viertel im 17. Jahrhundert für holländische Kolonisten. Leben tut hier heute kein Holländer mehr. Das Viertel ist voll mit gemütlichen Kaffees, Kneipen und individuellen kleinen Geschäften.

Die Einkaufs- und Fußgängerstrasse, die Brandenburgerstrasse, habe ich links liegen gelassen und bin weiter nach Norden gelaufen. Durch das Nahender Tor...

…war mein Ziel die russische Kolonie Alexandrowka. Heute stehen hier noch 13 Holzhäuser und eine Kapelle mit unverkennbar russischem Einschlag. Diese Siedlung wurde im 18. Jahrhundert erbaut um ehemaligen russischen Kriegsgefangenen, die sich die Gunst des Königs erworben hatten, eine neue Heimat zu geben. Heute hat hier u.a. der Potsdamer Oberbürgermeister ein Haus.


Eigentlich sollte Alexandrowka das Ende meines "Spaziergangs" sein. Immerhin war ich zu diesem Zeitpunkt schon drei Stunden unterwegs, es war an diesem Tag sehr schwül und meine Wasserflasche war gänzlich leer. Allerdings stellte ich beim Blick auf die Karte fest, dass sich die russische Siedlung direkt am Eingang des Neuen Gartens befand. Eine Ecke, die ich ja nun schon kannte. Außerdem war der Weg zurück Richtung Potsdam City und zum Bahnhof ähnlich lang wie am Heiligen See entlang zu spazieren. 

Also habe ich mich wieder in den Neuen Garten begeben. Habe mich diesmal an der Orangerie vorbei die Große Allee zum Heiligen See begeben und bin dann am Heiligen See die Strecke - wie mit dem Fahrrad - zurück Richtung Glienicker Brücke und Griebnitzsee.

Alles in allem so ca. 20 km zu Fuß. Ursprünglich war die Runde - wie bereits eingangs erwähnt - nicht so groß gedacht gewesen. Aber wenn man einmal am Laufen ist...

Ich hoffe, euch hat auch dieser kleine Einblick aus Potsdam gefallen. In meinem nächsten Blog werde ich mich dann mal ein bisschen ausführlicher mit Sanssouci beschäftigen. 

 

Eure Julia


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