Elbwanderweg

Auch wenn das Wetter gerade wieder etwas schlechter wird, hatten wir die letzte Wochen doch konstant schönes warmes Wetter. Die kurzen Hosen wurden wieder ausgepackt, die Temperaturen haben die 30 Grad geknackt. Für mich schon fast wieder zu heiß, aber gejammert wird bekanntlich nicht. Bestes Wetter also um sich die Kamera zu schnappen und wieder eine ausführliche Fototour zu starten.

 

Der Plan war der Elbwanderweg. Ich bin in Wedel gestartet und wollte schauen, wie lange mich es Richtung Hamburg treibt. Ich muss gestehen, ich hatte Durchhaltevermögen. Denn nach 5 Stunden war ich doch tatsächlich in Altona. Eine ganz schöne Strecke, ca. 18 km. Aber ich hatte Zeit,das Wetter war traumhaft und ich habe genug "Stoff" für den ein oder anderen Blogpost. In diesem kurzen post hier soll es erstmal kurz um den Elbwanderweg bis nach Blankenese gehen.


Gestartet bin ich - wie gesagt - in Wedel. Genauer gesagt am Willkommenshöft. Das erreicht man von der S-Bahn in ca. 15 min Fußweg. Hier ist bei schönen Wetter immer enorm viel Trubel. Die Leute sitzen draußen und trinken Kaffee und jedes einfahrende und auslaufende Schiff wird individuell begrüßt oder verabschiedet. Eckdaten der Schiffe, Flaggenhissung und Landessprache inklusive. Ein Erlebnis, welches man als Hamburger mal erlebt haben sollte.

 

Von da an läuft man eigentlich immer sehr schön an der Elbe Richtung Hamburg. Der Weg ist größtenteils höher gelegen, sodass man einen fantastischen Ausblick hat. In der Ferne lassen sich die Krähne des Hamburger Hafens erahnen. Nach ca. einer halben Stunde zu Fuß muss man dem Elbblick eine Zeitlang Lebewohl sagen. Direkt am Fluss steht ein Kraftwerk, um das man einmal herumläuft. Aber nach ca. 20 Minuten hat man den Elbblick wieder.

Danach schließt sich der Otto-Scholl-Höhenweg an. Eine gut "ausgebauter" Weg der - wie der Name schon verspricht - eine gute Höhe für faszinierende Ausblicke liefert. Weiter geht es durch das Naturschutzgebiet der Wittenberger Elbwiesen bis zum Falkensteiner Ufer. Auch hier muss man den direkten Wasserblick ein paar Mal missen, da sich hier Strände und Campingplätze finden lassen Ader die Landschaft ist auch so einzigartig, dass kurzes "Durststrecken" erlaubt sind.

 

Faszinierend und immer wieder einen Blick wert sind die riesigen Containerschiffe, die sich gemächlich die Elbe rauf oder runter schieben. Bilder mögen die gewaltigen Ausmaße mancher Schiffe gar nicht beschreiben. Daher lasse ich das lieber… Ebenfalls am Wegesrand findet man immer wieder die berühmte Jakobsmuschel. Vom Jakobsweg in Spanien hat bestimmt jeder schon gehört. Allerdings ist das nur die bekanntest Strecke Richtung Santiago de Compostela. Es gibt aber in ganz Europa Pilgerwege, die mit der gelben Muschel auf blauem Grund gekennzeichnet sind. Und der Elbwanderweg ist so ein Pilgerweg. Für mich kamen da Erinnerungen hoch, denn ich bin 2011 den berühmten spanischen Jakobsweg gelaufen und die Muschel war zu diesem Zeitpunkt vier Wochen mein ständiger Begleiter.

 

Bei meinem Blick durch die Linse ist mir aufgefallen, wie viele Strände es doch auf dem Weg Richtung Hamburg gibt. Nicht nur den berühmten Elbstrand, sondern bereits im Naturschutzgebiet der Wittenberger Elbwiesen. Daher werde ich hier meinen Weg für heute beenden und mich das nächste Mal den vielen Fassetten der Elbstrände widmen.

 

Eure Julia


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