Sintra - Portugal


Den dritten und letzten Tag in Lissabon haben wir genutzt um der Stadt ein bisschen zu entfliehen. Nicht dass das unbedingt nötig gewesen wäre. Aber ich hatte von Freunden gehört, dass sich ein Besuch in Sintra, ein Städtchen vor den Toren Lissabons, lohnen würde. Also ging es mit dem Vorstadtzug für unschlagbare 5€ (hin & zurück) nach Sintra. Die Fahrt hat ca. 40 Minuten gedauert.

 

Die Stadt ist nicht groß. Liegt aber so idyllisch im grünen und zwischen zwei Bergen auf denen je eine Burg thront, dass alleine diese Anblick viel hergibt. Das Zentrum rund um dem Palace National haben wir links liegen gelassen und uns direkt zum Quinta da Regaleira begeben - einer angelegten Gartenanlage die seines Gleichen sucht. Vor über hundet Jahren von einem Privatmann angelegt, der anscheinend mit einer sehr sehr großen Leidenschaft seinen Garten gestaltet hat. Alleine das Wohnhaus am Eingang erinnert eher an ein Schloß aus einer anderen Zeit. Im ganzen Garten verstecken sich ähnliche Gebäude, kleine Türmchen, verspielte Mauern und eine Flora die dazu geführt haben, dass ich den Fotoapparat gar nicht mehr weglegen konnte. Auch dieses intensive Grün auf den moosbewachsenen Mauern - ein Traum. 

So ziemlich am höchsten Punkt des Parks findet man eine Art Brunnen. Nur ist dieser so groß, dass man an den Außenwenden eine Wendeltreppe hinab in die Tiefe steigen kann. Für jemanden mit leichter Höhenangst etwa mulmig aber okay. Unten angekommen erwartet einen ein Tunnelsystem, dass einen an mehren anderen Stellen im Park wieder ausspuckt. Der Park hat sowohl meine Mama und mich stark beeindruckt und war eine erste gute Anlaufstelle in Sintra.

 

Danach haben wir uns zu Fuß an den Aufstieg zum Castelo dos Mouros gemacht. Eine alte Maurenfestung hoch oben über Sinatra. Der Aufstieg hat ca. eine Stunde gedauert und ist auch für nicht so geübte Wanderer gut zu bewältigen. Oben angekommen hat man einen tollen Ausblick über die Landschaft der Region. Man sieht im Rundblick fast 3/4 Meer und am Horizont sogar Lissabon. Am Berg gegenüber trohnt der Palast National da Pena. Mit seinen gelben, roten und goldenen Barocktürmen ein krasser Gegensatz zu den Ruinen des Castels. 


Zum Palast National da Pena sind wir als nächstes gestiefelt. Obwohl auf einer anderen Anhöhe blieb uns der Weg nach unten erspart. Man gelangt über einen Pass relativ einfach in ca. 20 Minuten dorthin. Der Palast hat lange Zeit als Sommersitz der portugisischen Könige gedient. Heute ist es Unesco Weltkulturerbe. Mich hat das Schloss irgendwie an einen Disneyfilm erinnert. Ein bisschen zu viel von allem aber trotzdem wunderschön. Einen negativen Beigeschmack hatte es dann aber doch. Es war einfach zu überlaufen. Hier werden die Touris teilweise in Bussen hochgekart. Leider so gar nicht mein Geschmack.

 

Wir haben uns dann vor den Massen auf dem Schlossgelände geflüchtet und sind noch eine ganze Weile durch das Areal gewandert. U.a. haben wir dabei den höchsten Punkt des Sintra-Gebirges  "erstiegen". Okay, so schwer war's nicht… Alles in allem ein sehr schöner und langer Tag in Sintra. Wir waren erst gegen 20 Uhr wieder in Lissabon. Aber Sintra ist ein Ausflugsziel, was definitiv auf keiner Portugalreise fehlen sollte.

 

So enden unsere drei Tage in Portugal. Am nächsten Tag ging es viel zu früh (7 Uhr ging der Flieger) zurück Richtung Heimat. Portugal steht definitiv auf meiner Liste "muss ich nochmal hin" nun ganz weit oben. Ich hoffe, euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen.

 

Eure Julia


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Kommentare: 2
  • #1

    Gerhard (Donnerstag, 26 Mai 2016 19:29)

    Hallo Julia, freut mich, dass Ihr trotz des nicht optimalen Wetters so einen schönen Urlaub gehabt habt. Hotel war ja wohl Klasse. Schöne Bilder übrigens.

  • #2

    Paulo (Freitag, 27 Mai 2016 14:38)

    Hallo Julia, das sind echt schöne Fotos. :)
    Ich hoffe dir und deiner Mutter hat Lisssabon / Sintra gut gefallen .