Lissabon - von Alfama bis Estrela

Auch wenn es das Titelfoto nicht erahnen lässt: der zweite Tage in Lissabon begann mit Regen. Viel Regen. Sehr viel Regen. Aber was will man machen wenn man nur drei volle Tage hat. Im Hotel bleiben ist keine Option (auch wenn wir ein tolles Hotel hatten!). Also sind meine Mama und ich trotzdem losgezogen. Allerdings war der Plan für heute: Wir halten uns mehr oder weniger im Zentrum Lissabons auf. Hier kann man sich einfach schneller mal unterstellen, falls das nasse Wetter zu arg wird.

 

Unser Hotel lag auf dem Gelände des Castelo de Sao Jorge. Also hieß es erstmal: runter vom Berg. Den Weg nach unten haben wir dann auch über das Kloster Sao Vincente de Fora und über die Kathedrale Sé gemeistert. Der Weg runter dauert normalerweise eine halbe Stunde - uns hat er fast zwei gekostet. Wir saßen mehr als eine Stunde in der Kathedrale fest, da es sintflutartig regnete. Allerdings hätte es uns schlechter treffen können: Die Kathedrale Sé ist die älteste Kirche Lissabons. Daher allein schon einen Besuch wert.


Einer der schönsten Aufzüge in Lissabon der die Unter- mit der Oberstadt verbindet ist der Elevador de Santa Justa. Mit 5€ Eintritt für zwei Fahrten aber auch definitiv der teuerste. Oben angekommen zwang uns ein erneuten Regenguss zu einer längeren Kaffeepause.

 

Aber dann klarte es schlagartig auf. Der Himmel wurde binnen einer halben Stunde strahlend blau. Von nun an konnten wir endlich beherzt mit unserer Sightseeingtour fortfahren ohne ständig gen Himmel schauen zu müssen. Wir haben uns dann durch die Stadtteile Chiado, Bairro Alto bis nach Estrela treiben lassen. Dabei ging es vorbei an dem Konvent do Carmo, am Sitz des Parlaments bis hin zur Basilika da Estrela. Gegenüber der Basilika befindet sich ein wunderschöner Garten, in dem man vom ganzen Trubel der Großstadt gar nichts mehr mitbekommt.


Nahe Estrela liegt die Endstation der berühmten Electrico 28, die Straßenbahnlinie, die einen entspannt durch die ganze Stadt schaukelt. Da immer gerne überfüllt, lohnt sich der Einstig nahe der Endstation. Genau das haben wir also gemacht und uns durch die engen Gassen wieder genau in die Richtigung bringen lassen aus der wir gekommen sind. Dabei geht es fast eine Stunde durch die engen Gassen Lissabons vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten. Wer in Lissabon ist, sollte unbedingt mit der Electrico 28 fahren!

 

Am Miradouro da Garca sind wir dann wieder ausgestiegen. Von dieser Anhöhe aus hat man den perfekten Blick auf das Castelo de Sao Jorge und das Häusermeer Lissabons (Foto ganz oben).

Zum Abschluss dieses dann doch wunderschönen Tages haben wir dem Castelo de Sao Jorge ein Besuch abgestattet. Der Eintrittspreis ist mit 8€ in Ordnung für das große Areal. Nun muss ich zugeben, dass ich nicht der Typ bin, der sich jede Beschreibung oder Tafel durchließt. Auf dem Castelo sind wir einfach entspannt herumgewandert, haben den Ausblick in alle Richtungen genossen und fasziniert die vielen Pfaue beobachtet, die sich auf dem Castel-Gelände frei bewegt haben.

 

Den Abend haben wir entspannt in einer Weinbar verbracht. Hier haben wir uns durch eine ganze Menge "portugiesischer Roter" probiert. Essen war nebensächlich (obwohl auch gut). So ging dann dieser Tag, der so "schmuddelig" begonnen hatte, doch wunderschön entspannt zu Ende.

 

Der dritte und letzte Tag folgt in Kürze.

 

Eure Julia

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